Zivilgesellschaftliche Initiativen und Vereine stehen derzeit unter Druck – rechtlich, finanziell und diskursiv. Sie erleben, wie ihre Handlungsspielräume enger werden, und arbeiten zunehmend im Modus des Verteidigens: Angriffe abwehren, Grundrechte behaupten, Fördermittel sichern. Doch reicht das aus, um Demokratie lebendig zu halten?
Zum Tag des Grundgesetzes fragen wir, wie sich dieser Verteidigungsmodus erweitern lässt. Inspiriert von Michael Hirsch und Kilian Jörg und ihrem Essay „Durchlöchert den Status quo!“ sprechen wir über die Vermittlung zwischen radikalen Utopien, Aktivismus und gemeinwohlorientierten Reformen und suchen nach Wegen, demokratische Räume nicht nur zu schützen, sondern neu zu denken.
Die Veranstaltung bringt Engagierte aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Feldern zusammen, um voneinander und miteinander zu lernen. Wie können wir solidarisch agieren, Brücken bauen und mutig bleiben? Welche Strategien machen Handlungsspielräume sichtbar und erweitern sie? Wir wollen Resignation punktuell in progressive Energie verwandeln, politische Vorstellungskraft aufforsten und Demokratie schützen, indem wir sie ausweiten – Utopien ausdrücklich eingeschlossen.
Eine Veranstaltung zum Tag des Grundgesetzes (23. Mai), ausgerichtet von der Diakonie Hessen, der Evangelischen Akademie Frankfurt, den Flüchtlingsräten Hessen und Rheinland-Pfalz, dem Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz, dem Paritätischen Hessen und Pro Asyl mit Unterstützung durch den Dr. Ines Welge-Stiftungsfonds Flucht.
Alle Informationen und Anmeldung unter: https://www.evangelische-akademie.de/kalender/mehr-als-verteidigen/63967/
